Die Kläger verkauften den
Beklagten mit notariellem Kaufvertrag ein Grundstück unter Ausschluss der Haftung
für Sachmängel. Das Grundstück war mit einem Wochenendhaus nebst einer
Motorradgarage bebaut, wobei die Garage als Wohnraum mit genutzt wurde. Nach
Eigentumsübergang wandte sich die Bauaufsicht an die Kläger und wies darauf
hin, dass die Garage nicht zu Wohnzwecken genutzt werden dürfe und ein Rückbau
angedacht sei. Die Kläger haben daraufhin den Kaufvertrag wegen arglistiger
Täuschung angefochten und den Kaufpreis (Zug um Zug gegen Rückübertragung des
Eigentums) verlangt. Auf die Berufung wurde der Klage stattgegeben, da das
Berufungsgericht von einer unterlassenen Aufklärung durch die Beklagten
ausging. Dem folgte der BGH nicht, der das Urteil aufhob und den Rechtsstreits
an das Berufungsgericht zurückverwies.Freitag, 4. September 2020
Beweislast für fehlende Aufklärung offenbarungspflichtiger Umstände bei einem Grundstückskaufvertrag
Die Kläger verkauften den
Beklagten mit notariellem Kaufvertrag ein Grundstück unter Ausschluss der Haftung
für Sachmängel. Das Grundstück war mit einem Wochenendhaus nebst einer
Motorradgarage bebaut, wobei die Garage als Wohnraum mit genutzt wurde. Nach
Eigentumsübergang wandte sich die Bauaufsicht an die Kläger und wies darauf
hin, dass die Garage nicht zu Wohnzwecken genutzt werden dürfe und ein Rückbau
angedacht sei. Die Kläger haben daraufhin den Kaufvertrag wegen arglistiger
Täuschung angefochten und den Kaufpreis (Zug um Zug gegen Rückübertragung des
Eigentums) verlangt. Auf die Berufung wurde der Klage stattgegeben, da das
Berufungsgericht von einer unterlassenen Aufklärung durch die Beklagten
ausging. Dem folgte der BGH nicht, der das Urteil aufhob und den Rechtsstreits
an das Berufungsgericht zurückverwies.Mittwoch, 2. September 2020
Keine Berichtigungsmöglichkeit des Steuerbescheides nach § 129 AO Bei Tatsachen-oder Rechtsirrtum
Freitag, 28. August 2020
Fehlende Leistungsangabe in Rechnung schließt Berichtigungsmöglichkeit und damit Vorsteuerabzug aus
Sonntag, 23. August 2020
Darlegungs- und Beweislast bei Lohnfortzahlung und Klage aus Forderungsübergang nach § 6 Abs. 1 EFZG
Donnerstag, 20. August 2020
Trittschallschutz bei Änderung des Bodenbelags im Wohnungseigentum

Dienstag, 18. August 2020
Steht die Scheinehe dem gesetzlichen Erbrecht entgegen ?
Sonntag, 16. August 2020
Zwangsversteigerung und Geldwäschegesetz: Besteht eine gerichtliche Prüfungspflicht ?
Die Antragsgegnerin, die ehemalige Eigentümerin der in der Zwangsvollstreckung befindlichen Immobilie, erhob gegen einen Zuschlagsbeschluss des AG Heilbronn, der in öffentlicher Sitzung vom 19.02.2019 verkündet wurde, fristgerecht sofortige Beschwerde. Diese begründete sie u.a. damit, dass unter der Adresse des Erstehers, der für sich als Privatmann auftrat, eine Vielzahl von Unternehmen (GmbHs, KGs, Stiftung bürgerlichen Rechts) ansässig seien und damit der Verdacht bestünde, dass die eingesetzten Mittel aus strafbaren Handlungen herrühren würden und mithin der Ersteher diese durch ihren Einsatz in der Versteigerung vom Makel befreien und legitimieren wolle (Geldwäsche). Die sofortige Beschwerde wurde zurückgewiesen.
Die sofortige Beschwerde kann nach § 100 Abs. 1 ZVG darauf gestützt werden, dass eine Vorschrift der §§ 81, 83 - 85a ZVG verletzt worden sei. In Betracht käme hier insoweit allenfalls § 83 Nr. 6 ZVG (Unzulässigkeit der Zwangsversteigerung oder deren Fortsetzung aus einem sonstigen Grund).
Das Landgericht wies darauf hin, dass hinreichende Anhaltspunkte, die auf eine rechtswidrige Herkunft der finanziellen Mittel des Erstehers schließen liegen, mit der Angabe zu den Unternehmen an der Adresse des Erstehers nicht dargetan worden seien. Von daher ergäbe sich keine Prüf- oder Ermittlungspflicht des Vollstreckungsgerichts. Die Gerichtskasse selbst, die das Geld vereinnahme und die Auszahlungen vornehme, unterläge nicht dem Geldwäschegesetz (BGH, Beshcluss vom 28.02.2013 - V B 164/12 -).
Zudem sei zu berücksichtigen, dass das Bargebot nebst Zinsen, welches der Ersteher zahlen müsse, durch Überweisung zu erbringen sei. Dieser Betrag würde der Gerichtskasse vor dem Verteilungstermin gutgeschrieben und ein Nachweis hierfür spätestens im Verteilungstermin vorgelegt werden könne, §§ 107 Abs. 2, 49 Abs. 3 ZVG. Durch die zwingende Einbindung von Banken/Kreditinstituten, die dem Geldwäschegesetz unterliegen und Verpflichtete nach § 2 GwG seien, würde die gesetzeskonforme Überwachung des Zahlungsverkehrs sichergestellt. Lediglich in Eilfällen sei nach dem Landeshinterlegungsgesetz eine Bareinzahlung möglich, der hier aber nicht angesichts der Zahlung vom 21.09.2019 nicht vorgelegen habe, da der Verteilungstermin der 12.04.2019 war.
LG Heilbronn, Beschluss vom 02.04.2019 - 1 T 82/19 -



